Dazu zählt auch das Recht auf Teilzeit. Nicht Verbote, wie von Gitta Connemann gefordert, sind die Antwort, sondern flexible und individuelle Lösungen. Das Ausschöpfen des Arbeitskräftepotentials ist einer der Lösungen, um Wachstum in Deutschland zu generieren. Ein Verbot des Rechts auf Teilzeit schlösse insbesondere immer noch Frauen von der Erwerbsarbeit aus“, so der CDA-Landesvorsitzende Marc Speicher.
Daher lehnt die CDA im Saarland eine solche Forderung ab. Die Initiative träfe darüber hinaus die Falschen. Speicher: „Beschäftigte in belastenden Lebenslagen, Familien und prekär Beschäftigte. Wer Teilzeit pauschal als ‚Lifestyle‘ etikettiert, verkennt die Lebensrealität in Deutschland und die Lage vieler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.“
Teilzeit entstehe in der Praxis selten aus Bequemlichkeit
Vielmehr seien fehlende Kinderbetreuungsangebote, Pflegeverantwortung, gesundheitliche Einschränkungen oder der Mangel an Vollzeitstellen die eigentlichen Ursachen. „Wenn wir wirklich mehr Arbeitsstunden mobilisieren wollen, dann brauchen wir bessere Rahmenbedingungen“, betont Speicher.
„Dazu zählen verlässliche Kinderbetreuung, eine tragfähige Pflegeinfrastruktur, Weiterbildungsmöglichkeiten und Arbeitszeitmodelle, die zur Rückkehr in Vollzeit befähigen – und nicht durch pauschales Misstrauen abschrecken. Teilzeit auf Pflege und Kinder begrenzen hieße auch zu definieren, bis zu welchem Alter und welchem Pflegegrad dies als nötig erachtet wird. Das kann und soll jede Familie für sich selbst entscheiden. Aus guten Gründen haben wir uns als CDU immer für maximale Wahlfreiheit ausgesprochen."
Die CDA bekennt sich klar zum Recht auf Teilzeit und fordert: Wahlfreiheit statt Misstrauen. Teilzeit darf nicht zur Falle werden – sondern muss Teil moderner Arbeitsrealitäten bleiben.

