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Willkommen bei der CDA Saar – der christlich-sozialen Stimme der CDU im Saarland!

Wir stellen den Menschen in den Mittelpunkt der Politik.

Als Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft im Saarland stehen wir für die Werte der christlichen Soziallehre und vertreten die Interessen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern innerhalb der CDU.

CDA Saar im Dialog mit saarländischen Betriebsräten

Der Dialog mit den Betriebsräten ist für die CDA Saar von zentraler Bedeutung, weil sie die unmittelbaren Vertreterinnen und Vertreter der Beschäftigten in den Betrieben sind. Betriebsräte kennen die konkreten Herausforderungen vor Ort – von Arbeitsbedingungen über Mitbestimmung bis hin zu Fragen der Transformation von Industrie und Arbeitswelt.

Für die CDA Saar bedeutet dieser Austausch, soziale und wirtschaftliche Entwicklungen nicht nur politisch zu bewerten, sondern praxisnah zu gestalten. Im Gespräch mit den Betriebsräten werden Probleme frühzeitig erkannt, tragfähige Lösungen entwickelt und die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wirksam in die politische Arbeit eingebracht.

CDA – Die christlich-soziale Stimme der Beschäftigten in der CDU

Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) ist der Sozialflügel der CDU. Ihre Mitglieder engagieren sich vor allem in der Sozial- und Gesellschaftspolitik: für sichere und auskömmliche Renten, für eine auf Beschäftigung ausgerichtete Arbeitsmarktpolitik, für Gesundheitsschutz in der Arbeitswelt, für eine menschenwürdige Pflege, für verlässliche und solidarische Sozialversicherungen. Die CDA fordert unter anderem eine bessere Alterssicherung für Erwerbsunfähige und Geringverdiener mit langen Arbeitsbiographien, mehr Lohngerechtigkeit in der Leiharbeit und bessere Lohnchancen für Frauen. Die CDA (auch: CDU-Sozialausschüsse) ist eine Vereinigung der CDU und ihr eng verbunden. Sie ist die Stimme der Beschäftigten und ihrer Familien in der CDU. Bundesvorsitzender ist Karl-Josef Laumann. Er ist gewähltes Mitglied des Präsidiums der CDU.

Die Christlich-Sozialen in der CDU

Die CDA sieht sich als Teil der Arbeitnehmerbewegung - und steht den christlichen Arbeitnehmerverbänden und den Gewerkschaften nahe. Ihre Wurzel liegt in der christlich-sozialen Bewegung des 19. Jahrhunderts: Damals kämpften engagierte Christlich-Soziale gegen die Ausbeutung der Arbeiter, gegen Armut und Chancenlosigkeit im Frühkapitalismus. Wichtige Repräsentanten waren damals zwei Begründer der katholischen Soziallehre: der Mainzer „Arbeiterbischof“ Wilhelm von Ketteler und der „Gesellenvater“ Adolph Kolping. Ihre Antwort auf die „Soziale Frage“ war nicht der Klassenkampf, sondern die Sozialpartnerschaft: Arbeitgeber und Arbeitnehmer begegnen sich auf Augenhöhe, treffen Vereinbarungen und sichern den sozialen Frieden. Nach dem Zweiten Weltkrieg haben christlich-soziale Denker die Sozialpolitik der Bundesrepublik und Gesamtdeutschlands geprägt: Jakob Kaiser, Hans Katzer, Norbert Blüm. Sie alle waren auch Vorsitzende der CDA.

Die "dienende Funktion" von Wirtschaft und Staat

Die Quintessenz der christlich-sozialen Idee hat Karl-Josef Laumann einmal so beschrieben: „Wir Christlich-Soziale in CDA, KAB und Kolping kämpfen für stabile Beschäftigung, die auskömmlich und fair bezahlt wird, und für eine verlässliche soziale Absicherung für alle Menschen. Dabei berufen wir uns auf die christliche Soziallehre. Die war nie eine Ideologie, sondern etwas Handfestes, den Menschen Zugewandtes. Ihre Begründer waren Seelsorger, die das Elend der Arbeiter und ihrer Familien hautnah erlebt hatten. Sie antworteten auf die frühkapitalistische Ausbeutung nicht mit Klassenkampf-Parolen, sondern mit dem Ruf nach sozialer Partnerschaft. Ich glaube: Eine funktionierende Gesellschaft braucht ein Leitbild - und das kommt uns zunehmend abhanden. In den guten Jahren unseres Landes hat die christliche Soziallehre die Gesellschaftspolitik geprägt: Immer dann, wenn sie politische Richtschnur war, ging es den Menschen gut. Der Katholik Konrad Adenauer hat die Bundesrepublik nach dem Zweiten Weltkrieg bewusst auf christliche Werte gebaut. In einer Rede beschrieb er 1946 die „Denke“ der neu gegründeten CDU folgendermaßen: „Die menschliche Person hat eine einzigartige Würde, und der Wert jedes einzelnen Menschen ist unersetzlich“. Dieser „Kern der christlichen Ethik“, so Adenauer, erfordere ein neues Gesellschaftsbild: Staat und Wirtschaft seien kein Selbstzweck, sondern sie hätten eine „dienende Funktion“ gegenüber den Menschen.“

Nikolaus‑Warken‑Preis

Nikolaus Warken (1851-1920) aus Hasborn war ein deutscher Bergmann, Streikführer und Vorsitzender des Rechtsschutzvereins für die bergmännische Bevölkerung des Oberbergamtsbezirks Bonn. Warken gilt als einer der Mitbegründer der deutschen Gewerkschaftsbewegung. Der Rechtsschutzsaal in Bildstock als ältestes deutsches Gewerkschaftshaus ist insbesondere seinem Einsatz zu verdanken.

Seit 2018 verleiht die CDU-Landtagsfraktion den Nikolaus-Warken-Preis für besonderes Engagement in Betriebs- und Personalräten.


                                                                                                                                      Saarlouiser Erklärung "Mehr Wohlstand für alle“

Die Soziale Marktwirtschaft ist der sozial- und wirtschaftspolitische Ordnungsrahmen der Bundesrepublik Deutschland. Wir bekennen uns mit Stolz zu den Grundideen der Sozialen Marktwirtschaft. Es sind die Grundprinzipien der christlichen Soziallehre – Personalität, Subsidiarität, Solidarität und Nachhaltigkeit – auf denen die Soziale Marktwirtschaft fußt und die unsere Gesellschaft im wahrsten Sinne des Wortes „zusammenhalten“.

Unser Ziel ist, dass der Markt dem Menschen dient und nicht umgekehrt. Sozialpartnerschaft und Mitbestimmung sind die Antwort der Sozialen Marktwirtschaft auf den Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit. Sie sind wesentliche Faktoren für den Erfolg der deutschen Wirtschaft und für den sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft entscheidend.

Die Soziale Marktwirtschaft steht aber auch für ein Aufstiegsversprechen: Leistung lohnt sich und es gibt für jeden die Chance auf Wohlstand und Aufstieg. Dazu braucht es die richtigen Rahmenbedingungen. Wir sehen mit Sorge, dass die Zugehörigkeit zu Schichten zunehmend vererbt wird und eine wachsende Zahl von Bürgern für sich selbst oder ihre Kinder nicht mehr an das Aufstiegsversprechen der Sozialen Marktwirtschaft glaubt. Wir beobachten eine zunehmende Verfestigung von Vermögen und eine wachsende Zahl an jungen Menschen aus schwierigen familiären Verhältnissen ohne Schul- und Berufsabschlüsse. Dem wollen wir entgegentreten.

Über Jahrzehnte waren die Menschen in der Bundesrepublik konstant der Auffassung, es ginge gerecht zu. Heute sind es nur noch 17 %. Ein erschreckender Wert, der die sinkende Akzeptanz unserer Marktwirtschaft widerspiegelt. Wir sind gefordert, diesem teils unberechtigten, aber auch teils berechtigten Empfinden mit Argumenten, aber wo geboten auch mit entschlossenem Handeln entgegenzuwirken.

Die hohen und über die Absetzbarkeit noch steuerlich geförderten Managergehälter fügen dem Gerechtigkeitsempfinden der Bevölkerung Schaden zu. Ihr Wert mag statistisch nicht ins Gewicht fallen, der immaterielle Schaden ist gleichwohl hoch. Stehen sie doch scheinbar Pars pro Toto für eine, dem Empfinden vieler Menschen nach, entfesselte Wirtschaftsordnung. Daher bedarf es einer Änderung in der Einkommensteuergesetzgebung. Für Unternehmen sollten die Personalausgaben nur bis zu einem Betrag von einer Million Euro als Betriebsausgabe geltend gemacht werden dürfen.
Dies wird möglicherweise keine größeren Einnahmen für den Staat bringen. Es geht jedoch nicht um den fiskalischen Aspekt, sondern um einen Beitrag für mehr Gerechtigkeit und Zusammenhalt in unserem Gemeinwesen.

Bei der Vermögensverteilung erscheint darüber hinaus Handlungsbedarf. Der Median-Haushalt hat in Deutschland ein Haushaltsnettovermögen von 61.000 Euro. Dies bedeutet, dass ein deutscher Haushalt unter dem Durchschnitt in Europa liegt. Ein Haushalt in Frankreich ist beinahe doppelt so reich, ein Haushalt in Spanien übertrifft den Deutschen fast um das Dreifache.

Die niedrige Wohneigentumsquote ist sicher einer der Gründe. Daher ist die Einführung des Baukindergeldes zu begrüßen. Ein weiterer Grund liegt in der unterdurchschnittlichen Beteiligung breiter Schichten am Produktivvermögen. Die Neigung, sich an Unternehmen zu beteiligen, ist leider wenig ausgeprägt. Während die Arbeitseinkommen weltweit unter Druck stehen, steigt der Anteil der Vermögenseinkommen seit Jahrzehnten kontinuierlich.

Eine lohnende Vermögens- und Eigentumspolitik muss breitere Bevölkerungsanteile an dieser Entwicklung beteiligen. Eingedenk der eingesetzten und absehbaren Trends im Hinblick auf „Arbeit 4.0“ und Digitalisierung, dürften die Vermögenseinkommen im Vergleich zu den Arbeitseinkommen weiter steigen. Auch die Beschäftigten sollten an dieser Entwicklung teilhaben.

Ferner ist es erstrebenswert, dass die durch die Beschäftigten generierten Gewinne auch im Lande bleiben. Heute gehört die Mehrheit der großen deutschen börsennotierten Unternehmen ausländischen Anteilseignern. Das ist grundsätzlich nichts Verwerfliches. Gleichwohl fließen die Erträge heraus aus der Bundesrepublik und den Beschäftigten entgeht somit ein Teil
des durch sie selbst erwirtschafteten Gewinns. Gerade in Zeiten des Shareholder-Values werden die traditionellenbStakeholder wie Beschäftigte durch eine stärkere Beteiligung an den Unternehmen gestärkt. Die stärkere Partizipation der Beschäftigten muss nicht auf börsennotierte Unternehmen beschränkt bleiben.

Es gilt seitens der Politik, der Kammern, Verbände und auch der Unternehmen weitere Formen der Mitarbeiterbeteiligung zu ermöglichen und zu fördern. Das stärkt die Mitarbeiterbindung, die Eigen- oder Fremdkapitalbeschaffung und eine Eigentümerbasis, die an einer langfristig positiven Entwicklung des Unternehmens interessiert ist und nicht an der Optimierung kurzfristiger Gewinne. Ferner müssen die viel zu niedrigen Einkommensgrenzen der Arbeitnehmersparzulage und der Wohnungsbauprämie ebenso massiv erhöht werden wie die jeweiligen Fördersätze.

Gleiches gilt für die Förderung des Anteilskaufs an Unternehmen.

Wohlstand für alle – hinter diesem Leitbild versammelte sich einmal ganz Deutschland. Das war zu einer Zeit, in der das diesem zu Grunde liegende Konzept - die Soziale Marktwirtschaft- immer weitere und breitere Teile der Bevölkerung zu Wohlstand durch Einkommen und Vermögen führte. Es gilt dieses Aufstiegsversprechen zu erneuern, durch gezielte politische Maßnahmen zu gestalten und neue Kraft zu verleihen.

Für „Mehr Wohlstand für alle“.

gezeichnet auf der Südwestkonferenz 2018

CDA BadenWürttemberg, CDA Hessen, CDA Rheinland-Pfalz und CDA Saar